Über mich

Hallo! Ich bin Ronja Schelling, 23 Jahre alt und habe mich der Aufgabe hingegeben, die Geburt in Kraft und Vertrauen für Mütter erfahrbar zu machen.
Nach meiner Ausbildung in Schwangerschaftsmassage machte ich die Ausbildung zum ganzheitlichen prä- und postpartalen Coach von Woman Evolution by Marisa Köhler - um es mit meinen Worten zu sagen:
Zur ganzheitlichen Geburtsbegleiterin.
Aufgewachsen im Biosphärenreservat Rhön in Hessens schönstem Mittelgebirge hat mich schon immer das Leben mit seinen Wundern begeistert.
Mein großes Vorbild ist meine Mutter. Sie hat meine drei älteren Brüder und mich zuhause geboren und ihr Ur-Vertrauen an uns weitergegeben.
Nachdem ich realisierte, dass das nicht selbstverständlich ist, wuchs in mir der Wunsch, diesen Schatz an andere weiterzugeben.
Als ich mich dann intensiv mit dem Thema Geburt auseinandersetzte und von den verschiedensten Quellen erfuhr, wie unsicher und allein sich viele Frauen in der Schwangerschaft, unter der Geburt und in der Zeit danach fühlen, war es mir ganz klar:
HIER will ich wirken. HIER will ich da sein.
Einen geborgenen Schoß bereitstellen, einen vertrauten Raum erschaffen, in dem alles frei angesprochen, alles gefragt, alles gefühlt werden kann.
Ihr findet mich im Umkreis Rostock. Dort lebe ich gemeinsam mit meinem Partner und unserer Tochter, die im Juli 2025 zuhause bei uns im Geburtspool zur Welt kam. Da ich am eigenen Leib erfahren durfte, dass Geburt wunderschön und schmerzfrei ist, brenne ich dafür, das für jede Frau erfahrbar zu machen.
Die geborgene & freie Geburt unserer Tochter
Es ist Montag der 21.07.2025, 4:00 Uhr morgens. Ich wache davon auf, dass sich meine Gebärmutter anspannt. Der runde Babybauch wird zu einer harten Kugel. Das kenne ich schon. Seit einer Woche habe ich immer wieder Übungswellen, mal mehr, mal weniger. Doch diese hier fühlen sich nun anders an. Sie sind intensiver, ziehen in den unteren Rücken. Und sie kommen regelmäßig ca. alle 10-15 Minuten. Das gibt mir die Bestätigung: Die Eröffnungsphase hat begonnen. Ich greife nach meinem Handy und den Kopfhörern und wenige Augenblicke später befinde ich mich in einer Hypnose an meinem Sicheren Ort, begleitet von Kristin Grafs Stimme, während ich visualisiere, wie alles weich und weit wird und mein Muttermund sich öffnet.
Als mein Partner Nick gegen 7:00 Uhr aufwacht, begrüße ich ihn mit den Worten: „Sieht so aus, als ob der kleine Spatz sich auf den Weg macht.“ Er freut sich. Schon am Vorabend hatte er den Geburtspool im Schlafzimmer aufgebaut - irgendwie wussten wir, dass es am 21. losgehen würde. Wir frühstücken gemeinsam, starten in den Tag wie immer und ich veratme weiterhin entspannt die Wellen. Unserer Hebamme Marie hatte ich morgens um 6:00 Uhr schon die Veränderungen geschrieben und hielt sie auf dem Laufenden. Nachdem ich dann noch einmal eine gute Stunde mit der Eröffnungsphase-Hypnose auf der Couch geschlafen hatte telefonieren wir auch kurz. „Lasst es entspannt angehen und lebt den Tag, wie sonst auch.“ , rät sie uns. Es dauert allerdings nicht lange, da lautet meine nächste Nachricht an sie: „Die Abstände sind jetzt eher bei 3 Minuten und die Intensität wird stärker. Sie sind aber weiterhin schon nach 15-30 Sekunden vorbei.“ „Ich würde gerne mal vorbeikommen und mir ein Bild von euch machen.“ , lautet ihre Antwort.
Mittlerweile ist es 13:00 Uhr und wie man es kennt - schlagartig verziehen sich die Wellen wieder, als wäre nichts gewesen. „Das ist völlig normal, wenn die Hebamme kommt.“ , zwinkert Marie uns zu, als sie um kurz nach 14:00 Uhr mit auf der Couch sitzt. „Du kannst jetzt richtig gut nutzen, dass das Köpfchen schon so tief und fest im Becken sitzt. Wenn du Energie hast, dann geh’ raus, mach’ Ausfallschritte, den Storchengang, die tiefe Hocke oder geh’ im zügigen Schritt, solange du kannst. Danach ruhst du dich wieder gut aus.“
Auch das setzen wir direkt um. Es muss wohl ein witziges Bild gewesen sein, wie ich - begleitet von Nick und unseren zwei Babykatzen - durch unseren Garten stolziere, Runde um Runde laufe und mich immer wieder tief ins Gras hocke. Das erzählte uns jedenfalls unserer Nachbar Otto ein paar Tage später. Wir hatten unseren Spaß!
Mittlerweile ist es 17:30 Uhr und bei meinem nächsten Toilettengang zeigt die Sporteinheit ihre Wirkung: Rosa-blutiger Ausfluss in der Slipeinlage. Das heißt: Am Muttermund tut sich etwas. Und damit hat nun schon der 3. Stuhlgang an diesem Tag den Weg nach draußen gefunden - ein weiteres Indiz dafür, dass sich alles auf Geburt vorbereitet.
Den gesamten Tag nehme ich tatsächlich als entspannt wahr - die Wellen kommen und gehen, ich atme und visualisiere und genieße es, diese starke Dehnung im Körper zu spüren, alles total präsent mitzuerleben und mich diesen körperlichen Prozessen hinzugeben. Das hat für mich nichts mit Schmerzen zu tun. Vor allem stehe ich durchgängig in Kontakt mit der tollen Seele in meiner Gebärmutter. Sie macht super mit und ich weiß, dass es ihr bestens geht.
19:39 Uhr: „Wir lassen jetzt mal den Pool ein und schauen, wie sich die Wellen verhalten.“ , schreibe ich an Marie. Ein weiteres Mal war meine Slipeinlage blutverschmiert gewesen, sodass wir nun prüfen wollten, ob die Wellen auch im entspannten, schwerelosen Zustand im Wasser regelmäßig bleiben. Alle 3-5 Minuten schließe ich die Augen, Nick kommt zu mir an den Poolrand, hält meine Hände und spricht mir gut zu. Mit „Weeeeich, weeeeit“ unterstützt er meine Visualisierungen. Bei jeder Welle entfaltet sich vor meinem inneren Auge eine große, schöne Rose in ihrer vollen Pracht. Die Intensität steigt weiter an, sie dauern mittlerweile 30-40 Sekunden.
Nach ca. 1,5 Stunden füllt Nick heißes Wasser nach. Ich lege mich derweil in Seitlage auf unser Bett und spüre, wie diese gewaltigen Kräfte meinen Körper durchströmen. Jetzt bin ich sehr dankbar für Nick an meiner Seite, der bei jeder Welle beide meiner Hände mit festem Griff umschließt. Mein Körper bebt unter der Kraft. Bald wird das Dehnungsgefühl so stark, dass mir klar ist: „Nick, du kannst Marie bescheid sagen, dass sie kommen soll.“ Es ist jetzt 22:44 Uhr.
Um kurz vor Mitternacht steckt Marie den Kopf durch die Schlafzimmertür. Ich gehe noch einmal zur Toilette, damit sie die Gebärmutter abtasten kann. Doch dazu kommt es nicht mehr. Auf der Toilette sitzend bemerke ich auf einmal, wie sich etwas durch meine Yoni-Öffnung schiebt. Verwirrt sage ich zu Nick: „Da kommt schon irgendetwas raus….das fühlt sich an wie….oha! Du kannst Marie sagen, dass die Fruchtblase kommt!“ Und Tatsache: Die Fruchtblase stülpt sich nach außen. Marie kann das klare Fruchtwasser sehen. „Weißt du, was das heißt?“, grinst sie mich an. „Dein Muttermund ist vollständig, du kannst jetzt in den Pool und dein Kind kriegen!“
Gleichermaßen von Freude und Erstaunen erfüllt steige ich ins wohlig warme Wasser und lasse meinen Körper seine Arbeit tun. Nach ca. 20 Minuten werde ich in meiner Seitlage während einer starken Welle zurückgestoßen - die Fruchtblase ist geplatzt. Schlagartig verändert sich mein komplettes Körpergefühl. Der Druck nach unten ist immens. Ich spüre, wie das Köpfchen Richtung Ausgang schiebt und kann es mit den Fingern auch ertasten. Mit jeder weiteren Welle wandert es ein Stück voran und zieht sich in der Wellenpause wieder zurück. Die starke Dehnung brennt - diese letzte Phase („Schlüpfphase“, wie meine beste Freundin sie liebevoll nennt) ist tatsächlich schmerzhaft für mich, doch kein Schmerz, vor dem ich weglaufen, den ich verdrängen will. Ganz im Gegenteil. „JAAAAAAAHHH!“, töne ich, sobald die Welle heran rollt und mein Körper dem Pressdrang nachgibt. Der Schmerz liegt überhaupt nicht in meinem Fokus. Meine Aufmerksamkeit ruht voll und ganz auf dem Köpfchen, dass sich immer weiter seinen Weg nach draußen - zu uns - bahnt. Ich höre Kristins Stimme in meinem Kopf: „Jede Welle bringt mich näher zu meinem Kind.“
Um 01:07 Uhr wird das Köpfchen nach 7 Presswellen geboren. Um 01:08 Uhr rutscht direkt unter der nächsten Welle der ganze Körper nach und wir sehen zum ersten Mal unser Kind. Wir sind überwältigt. Nick, der mich die ganze Zeit gestützt und festgehalten hat, treten Tränen in die Augen. Davon bekomme ich nichts mit, weil mir ebenfalls das salzige Wasser aus den Augen strömt, während ich dieses kleine Geschöpf auf meiner Brust wärme und willkommen heiße. Wow! Wie aus dem Ei gepellt liegt da so ein hübsches, süßes Wesen auf mir. Herangewachsen über 9 Monate in meinem Bauch. Wahnsinn! Erst nach einigen Momenten des Ankommens fällt uns ein: „Wer bist du denn jetzt eigentlich!?“ Ich hebe den kleinen Körper hoch. „Ein Mädchen!“ Wir sind erfüllt von purer Freude, Dankbarkeit und Ehrfurcht.
Da im Wasser kein Blut zu sehen ist schließt Marie, dass ich voraussichtlich keine Geburtsverletzungen habe. Wie sich später herausstellt behält sie - bis auf ein paar äußere Schürfungen - Recht. Erst einmal gilt es aber noch die Nachgeburt heil und komplett zu gebären. Auch das läuft ohne Komplikationen und somit ist die Geburt vollbracht.
Unsere Tochter bleibt bei Papa Nick auf dem Arm während Marie mich zur Dusche begleitet und im Anschluss untersucht. Erschöpft und glücklich legen wir uns ins Bett, Wilma dockt an und saugt das stärkende Kollostrum gierig in sich hinein. Als sie satt und zufrieden abdockt gehen Nick und Marie die Plazenta waschen und präparieren. Die bleibt nämlich dran, bis Wilma sich alle Nährstoffe und all ihr Blut mit in dieses neue Leben genommen hat (Lotusgeburt).
Eckdaten:
Gewicht: 3.350 g
Größe: 49 cm
Kopfumfang: 34 cm
- rundum gesund und munter
Verlauf der Schwangerschaft ohne Komplikationen, kein Ultraschall, kein CTG, Herztöne per Hörrohr.
Unter Hebammenbegleitung.